Es drängt, ein neuer Text muss auf die verödete Blogseite, doch was solls werden? Gesellschaftspessimistische Gedanken zu einem neuen, technischen Mittelalter mäandern im Kopf. Ich will über aus meiner Sicht nötige Kernkompetenzen im Unterricht schreiben. Und urplötzlich schiebt sich der Idee durchs Gedränge, den Weg meines ‚Erkenntnisgewinns‘ methodologisch zu rechtfertigen. All das tritt sich im Kopf auf die Füße: Heute will ich ein wenig Platz im Gedankenzimmer schaffen und einen Text in die Welt hinauslassen.Abgesetzt und damit das Thema präsentiert.
Die von mir hier dargelegten Äußerungen sind im klassischen Sinne nicht wissenschaftlich. Ich verzichte auf umfassende Quellenauswertung, das Anführen von Belegstellen und schließlich verzichte ich auf damit auf Verifizierung bzw. Falsifizierung.
Der Blog dient als reines Sprachrohr und Wiedergabe meiner Gedanken. Wäre ich gerne Wissenschaftler, wäre ich einer geworden.Meine Art zu denken und zu schreiben beruht auf zwei Grundannahmen:
Ich bin kein stochastischer Papagei mit Milliarden von Trainingsdaten. Doch funktioniert unser Hirn – soweit ich weiß – so, dass Erlebtes im wahrsten Sinne des Wortes Spuren hinterlässt und ‚Furchen‘ eingegraben werden. Dadurch bin ich in die Lage versetzt, Erleben mit Gelerntem abzugleichen und Schlüsse zu ziehen.
Hinzu tritt der Umstand, dass ich mich für unbedeutend genug halte, mein Erleben nicht für singulär zu halten. Ich kann also davon ausgehen, dass mir widerfahrende Dinge anderen Menschen widerfahren. Anders ausgedrückt: Wenn ich vor einem Problem stehe oder ein Phänomen beobachte, dann tut das auch jemand anderes.
Ich traue mich, zu verallgemeinern und Aussagen respektive Thesen als gültig darzustellen.
Am knapp gehaltenen Beispiel „Aufmerksamkeit“ will ich illustrieren, was ich konkret meine (vielleicht etwas ausführlicher später).
Ich beobachte durch den Medienkonsum der letzten Jahre bei mir selbst und vor allem bei nachfolgenden Generationen eine abnehmende Aufmerksamkeitsspanne. Im Wesentlichen sind die sozialen Medien und ihr Anteil in der Aufmerksamkeitsökonomie verantwortlich. Die Erläuterung meiner Beobachtung würde – bewusst – ohne Belege auskommen.
Oder ich würde die Aussage inklusive der Belegstellen präsentieren:MPIB – Informationsflut senkt AufmerksamkeitsspanneHumantech – Attention & Mental Health.
Vorausgesetzt meine Gedanken interessieren Sie: Wir können uns sicher darauf verständigen, ich schreibe und veröffentliche jetzt schon nicht regelmäßig. Wenn ich jetzt beginne, wissenschaftlich zu arbeiten, wird es noch seltener einen Text geben.

Sie dürfen darauf vertrauen, dass ich nicht „halluziniere“.


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